Gastbeitrag

Die beste White Hat Methode, um starke Backlinks zu gewinnen: Broken Links

Inhaltsverzeichnis:

Was sind Broken Links?

Ein Broken Link ist ein Verweis, dessen Ziel dauerhaft oder für einen kurzen Zeitraum nicht erreichbar ist. Das kann unterschiedliche Gründe haben, beispielsweise hat sich der Webmaster beim Eintippen der Ziel-URL vertippt und der Link führt somit ins Leere.

Weitere mögliche Ursachen sind: 

  • Der Server der verlinkten Webseite wird im Moment umgebaut oder hat Netzwerkprobleme, in diesem Fall entsteht ein temporärer Broken Link, da die Webseite nur für einen gewissen Zeitraum nicht mehr zu erreichen ist.
  • Die Ziel-URL ist nicht mehr erreichbar, da sie auf eine Datei verweist, die unbenannt, verschoben oder gelöscht wurde.
  • Der Link führt zu einer Domain, die abgelaufen ist. Man spricht hier von einer Expired Domain.

Der letzte Fall ist für uns interessant, denn in der Regel läuft eine Domain ab, weil der Webseitenbetreiber sie komplett aufgegeben hat oder die Webhoster-Gebühren nicht zahlt.
Die abgelaufene Domain gelangt nun auf Marktplätzen, wo sie versteigert wird. Jeder einzelne der eingehenden Backlinks ist inzwischen ein Broken Link, da die Ziel-Domain nicht erreicht werden kann.

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Wie ihr Broken Links für euch nutzen könnt

Die Expired Domains sind nun in Auktionsplattformen aufgelistet und man kann sie über Tools ausfindig machen (dazu später mehr). Nachdem ihr eine abgelaufene Domain gefunden habt, könnt ihr jetzt die Backlinks dieser Domain mit den gängigen Backlink-Tools von Ahrefs, Majestic oder Semrush analysieren. Natürlich könnt ihr auch einen kostenlosen Backlinkchecker verwenden.

Habt ihr eine themenrelevante Expired Domain gefunden und dessen Backlinkprofil vor Augen, verfügt ihr jetzt über eine Liste an Broken Links. Ihr könnt nun die Webseitenbetreiber anschreiben und darum bitten, anstelle der unerreichbaren Ziel-URLs bzw. der nicht aufrufbaren verlinkten Inhalte, einen Artikel aus eurer Webseite als neues Link-Ziel zu verwenden.

Was sind die Vorteile dieser Methode?

Anders als beim klassischen Weg, Webmaster nach einer kostenlosen Platzierung eines Gastbeitrags zu fragen, gibt es hier aus Sicht der verweisenden Domain bereits einen akuten Bedarf den defekten ausgehenden Link mit einer neuen Ziel-URL zu ersetzen.

Jeder Webmaster möchte seinen Besuchern eine gute Nutzererfahrung bieten und mag es deshalb nicht, wenn seine Links ins Leere führen. Eventuell rankt die betroffene Seite gut und der defekte Link führt zu externen Inhalten, die für das Verständnis des behandelten Themas von Bedeutung sind.

Oft haben es die Webmaster nicht auf dem Schirm, dass eines ihrer Links das Ziel nicht erreicht. Wenn man sie als Erstes darauf aufmerksam macht und noch zusätzlich direkt ein alternatives Ziel als Lösung anbietet, erhöht es die Erfolgswahrscheinlichkeit auf eine Zusage für die eigene Verlinkung immens.

Des Weiteren ist die Broken-Link Methode kostenlos und 100 % White Hat Marketing und entspricht somit den Webmaster Richtlinien von Google.

Seid Ihr gespannt wie ihr die Broken-Link Methode selbst umsetzen könnt? Hier ein Leitfaden

Schritt 1: Expired Domains ausfindig machen

Um Expired Domains ausfindig zu machen könnt ihr Tools nutzen wie:

Spamzilla
– Domcop
ExpiredDomains.net

Die ersten beiden aufgezählten Tools sind in der Handhabung leichter zu benutzen, sie sind beide jedoch in der Vollversion kostenpflichtig.
Wer hierfür kein Geld ausgeben möchte, kann Expireddomains.net nutzen. Dieses Tool ist kostenlos, aber etwas unüberschaubar in der Anwendung. Für unsere Zwecke wird das kostenlose Tool dennoch ausreichen.
Die Tools sind vom Grundaufbau ähnlich, ihr seht die abgelaufenen Domainnamen in einer Auflistung und oben drüber findet ihr verschiedene Spalten, die euch schnell einen Überblick auf die Metriken der Domains verschaffen. Ein weiterer Vorteil der kostenpflichtigen Tools ist, dass sie über eine Spalte verfügen, in der einem der Themenschwerpunkt der Domain vorab gezeigt wird, wie zum Beispiel „business“ und „finance“.
Da ich davon ausgehe, dass ihr das kostenlose Tool verwendet, zeige ich euch den Ablauf am Beispiel von ExpiredDomains.net:

Nachdem ihr euch registriert habt, klickt ihr auf den Reiter „Marketplace Domains“ und könnt nun zwischen unterschiedlichen Marktplattformen aussuchen, in diesem Beispiel habe ich die Expired Domains von GoDaddy ausgesucht.

(Quelle Screenshots: Memberarea von ExpiredDomains.net)

Anschließend erhält Ihr eine Auflistung abgelaufener Domains. Bevor ihr direkt eine Domain auswählt, solltet ihr vorher noch auf den Button „Show Filter“ klicken (grün markiert). Hier könnt ihr im Vorfeld schwache Domains mit schlechten Metriken ausmustern und erhält eine Auflistung qualitativer Domains mit ausreichend Trustflow.

Domains mit einem hohen Trustflow (bei Semrush heißt der Wert Domain Authority, bei Ahrefs Domain Rating) haben oft ein gutes Backlinkprofil und sind für Google vertrauenswürdig.

Wenn ihr euch nur deutsche Domains anzeigen lassen wollt, könnt ihr im Filter ebenfalls die Top-Level-Domain einstellen und euch werden nur .de Domains asugespielt.

Schritt 2: Die richtigen Filter setzen

Nachdem ihr den Filter angeklickt habt, geht auf den Reiter „Additional“ und ihr könnt die Top-Level-Domain voreinstellen, in diesem Fall habe ich .de, .at, und .com gewählt.

Auf dem Reiter Majestic wählt am besten einen Trust Flow von mindestens 20, so werden euch unbrauchbare Domains nicht angezeigt. Ihr könnt noch weitere Kriterien im Filter einstellen, aber die grün markierten, sollten ausreichend sein.

Schritt 3: Broken Links mit den gängigen Backlinkchecker-Tools prüfen

Nach dem Einstellen des Filters solltet ihr eine ordentliche Liste an qualitativen Expired Domains haben und könnt diese nun mit einem Backlinkchecker überprüfen. Gibt hierfür die Domainnamen in das Analyse-Tool eurer Wahl ein und durchsucht die eingehenden Links (alle sind defekt und somit Broken Links).


Wie gewohnt solltet ihr darauf achten, dass die verweisenden Domains von wo aus die Broken Links stammen, qualitativ sind, sprich gute Domain-Werte wie (DR, DA, TR) und ein ordentliches Backprofil vorweisen.

Schritt 4: Schreibt die Webmaster an

Nachdem ihr eine gute Linkquelle identifiziert habt, ruft die verweisende Unterseite auf und schaut euch den Content an. Schreibt den Webmaster an und bietet ihm eure Inhalte als Ersatz an. Solltet Ihr keinen passenden Artikel haben, könnt ihr dem Webmaster anbieten einen Ersatzartikel zu erstellen und diesen zeitnah auf eure Webseite hochzuladen.

Fazit

Die Broken Link Methode ist kein einfacher und schneller Weg Backlinks zu gewinnen, sie ist durchaus mit Arbeit verbunden und ihr müsst hier etwas Geduld mitbringen. Die Ausbeute kann sich aber bei richtiger Umsetzung lohnen. Auch hier gilt: Übung macht den Meister! Je öfters ihr die Methode anwendet, umso schneller und besser werdet ihr darin, qualitative Broken Links ausfindig zu machen und sie für eure Webseite zu nutzen.

Gastautoren:

Lis Qosja ist SEO und SEA Freelance Consultant. Seine Website findet Ihr unter lis-qosja.de.

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